ROBBIE WILLIAMS
Wenn sich ein Künstler auf die Bühne stellt und fragt, was er für seine
Fans tun kann, hat das Seltenheitswert. Und erst recht, wenn er sich im
sonstigen Leben wie eine launige Diva aufführt, der nicht gebührend Respekt
gezollt wird.
Doch genau das macht Robbie Williams und genau das macht ihn aus. Sein
Programm heißt "Let me entertain you", seine Show ist er selber und
seine Fans lieben ihn dafür.
Das war zu Take That Zeiten nicht anders. 1990 brach der damals 16-Jährige
Robert Williams die Schule ab, um für die Idee des Agenten Nigel Martin-Smith
herzuhalten. Robbie traf die anderen Jungs, sang vor und hatte den Job. Seine
Rolle war die des Clowns und er war ein guter Clown. Doch das quirlige
Eigenleben, dass er entwickelte, war in seinem Vertrag so nicht vorgesehen. Nach
fünf Jahren, etlichen Reibereien mit dem Management und Drogenexzessen mit dem
Gallagher-duo verließ Robbie Gary & Co.; das Leben bei der erfolgreichsten
Reißbrett-Band der Neuzeit lag hinter ihm.
Seine Solokarriere läutete der smarte Brite mit einem musikalischen
Befreiungsschlag ein. Sein Cover des George Michael Songs "Freedom"
konnte nur den vordersten Chartplatz der Spice Girls nicht knacken. Und
gemeinsam mit seinem "Musical Director" Guy Chambers, der einen Großteil
des Songschreibens übernommen hat, konnte er auch den Respekt der Kritiker
einfordern.
Für die unzähligen weiblichen Fans ist Robbie einfach der Grösste und sie
fallen reihenweise in Ohnmacht, wenn sie ihren Liebling auf der Bühne sehen.